Biba al-Nasiri

 

In Rottweil geboren, wuchs Biba al-Nasiri zwischen Deutschland und dem Nahen Osten auf. In ihrer Freizeit schreibt die studierte Biologin hauptsächlich Kurzgeschichten verschiedener Genres. 2025 erschien ihr Debütroman.

 

Schattenherzen ist ihr erster Roman im LeuchtWort Verlag.

 

Biba al-Nasiri
Biba al-Nasiri
In „Schattenherzen“ verweben sich drei Schicksale zu einem fesselnden Thriller
In „Schattenherzen“ verweben sich drei Schicksale zu einem fesselnden Thriller


3 Fragen an Biba al-Nasiri:

 

Wie bist du auf die Idee zu „Schattenherzen“ gekommen?

Sehr spontan: An einem Sommermorgen im Jahr 2022 saß ich mit Handy und Kopfhörern im Wartezimmer einer Zahnarztpraxis. Meine Spotify-Playlist spielte den Song „Sleep Well, My Angel“ von We Are the Fallen, vor dem Fenster schaukelten die Blätter einer Linde im Wind und plötzlich hatte ich die Grundidee zu einer Geschichte im Kopf. Auch der Titel „Schattenherzen“ stand auf Anhieb fest. Ich liebe die Eigenheit der deutschen Sprache, mehrere Wörter zu einem einzigen, neuen verbinden zu können. 

Hat es während des Schreibprozesses Wendepunkte oder Überraschungen gegeben, die dich selbst erstaunt haben?

Mehrere, da meine Figuren während des Schreibens quasi ein Eigenleben entwickelten. Gianna beispielsweise war ursprünglich deutlich taffer und biestiger geplant, als sie letztlich herauskam. Besonders überrascht hat mich das Ende, das ursprünglich anders verlaufen sollte.

Kommen in „Schattenherzen“ Figuren vor, die an reale Personen angelehnt sind/die du als Vorbilder für deine Figuren „verwendet hast“?

Vorbilder im engeren Sinne nicht, da es sich um eine rein fiktive Geschichte handelt. Allerdings habe ich Mercedes nach einer realen Zirkusartistin benannt, die ich bei der Recherche zu diesem Buch kennenlernen durfte. Sie hat nicht nur geduldig all meine Fragen zu ihrer Kultur beantwortet, sondern auch die Stunts der fiktiven Mercedes auf ihre Durchführbarkeit getestet. Unter anderem kletterte sie über eine fast fünf Meter hohe Lärmschutzwand. Von Herzen Danke für alles, liebe Mercedes! 

Wann hast du die Liebe zum Schreiben entdeckt? Genau genommen noch bevor ich überhaupt schreiben konnte. Bereits im Kleinkindalter erfand ich Geschichten und zeichnete (bzw. kritzelte) sie im Comicstil – pro Szene ein Blatt. Eine enorme Papierverschwendung, die mir im Kindergarten oft Ärger und Maleckenverbot einbrachte. Im Grundschulalter kamen Sprechblasen und Überschriften hinzu. Irgendwann musste ich mir selbst eingestehen, dass sich mein zeichnerisches Talent in engen Grenzen hält. Seither schreibe ich nur noch. 

Eine junge Romni flieht vor einer gewalttätigen Beziehung. Eine Kriminalkommissarin jagt einen rätselhaften Mörder. Als die Wege der drei sich kreuzen, entfaltet sich ein packendes Drama um Rache, Vergebung und die Suche nach Gerechtigkeit.
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